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Christine Prayon
Sarah Masuch
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***NOMINIERUNG ZUM HAMBURGER COMEDY POKAL 2010***

***SILBERNER ROSTOCKER KOGGENZIEHER 2009*** 

 

mit ihrem Kabarett - Programm

 

"Bunter Abend für Farbenblinde - unzensiert"

 

BLECKONWEIT haben es nicht nötig, über Politik zu reden. Sie sind ein Politikum. Die eine schwarz, die andere Frau – so viel Randgruppe hat es im deutschen Kabarett noch nie gegeben. Der Zuschauer steht damit vor einem ganz neuen Dilemma: Darf er über die lachen? Oder ist das politisch unkorrekt? Jetzt mal Ernst beiseite: Die politisch Unkorrektesten werden heute Abend wohl die beiden Damen auf der Bühne sein. Frau Masuch wird uns zeigen, was schwarzer Humor ist und Frau Prayon wird ihn nicht schwarz genug finden. Gängige Klischees und Vorurteile werden ad absurdum geführt. Wer von beiden ist hier eigentlich der Ausländer? Und wer die blödere Kuh? Wer ist dick und wer ist doof?

Klar ist nur eins: Beide sind begnadete Komikerinnen und stürzen sich mit Spiellust in diesen Abend, der in keine Schublade paßt. Frau Masuch kann leidlich tanzen und platt schnacken. Frau Prayon sieht für ihr Alter gut aus. Zusammen sind sie die Hillary Clinton und die Barack Obama der deutschen Comedy. Hier verbinden sich das Feuer Afrikas und das Eis des Nordens zur Neuen Pfütze der Mitte.

In Deutschlands erstem und bisher einzigen Kabarett-Casting hat Frau Masuch unter 400.000.000 Kandidatinnen Frau Prayon (Ex-TOP SIGRID) als neue Partnerin ausgewählt. Frau Prayon hat sich erfolgreich in den Kategorien „Mut zur Hässlichkeit“ und „Sonstiges“ durchsetzen können. Und so wird nun auch bei der brandneuen Kabarett-GirlGroup BLECKONWEIT Mut zur Hässlichkeit und sonstiges bewiesen. Außerdem wird natürlich parodiert, imitiert, gesungen, getanzt, gestritten, geliebt, gehaßt und vor allem verwirrt. Wer am Ende des Abends noch sagen kann, was hier echt und was gespielt war, der bekommt ein Fleißkärtchen. Und die Telefonnummer von Frau Prayon am Bühnenhinterausgang.


CHRISTINE PRAYON ist mehrfache Preisträgerin für ihr Kabarettduo TOP SIGRID (Baden-Württembergischer Kleinkunstpreis, Goldener Stuttgarter Besen, Nominierung Prix Pantheon u.v.a.)

SARAH MASUCH hat sich im Theater (Hamburger Schauspielhaus) und in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen (u.a. "Stromberg") einen Namen gemacht.

Schon auf der Schauspielschule konnten sie sich nicht leiden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nur, dass sie jetzt damit Geld verdienen.


Gewinner des SILBERNEN ROSTOCKER KOGGENZIEHERS 2009 (i. d. Besetzung mit D. Abdallah)

Texte: Christine Prayon

Regie: Marc Hetterle

 

 

FINALISTINNEN BEIM HAMBURGER COMEDY POKAL 2010 !

 

 

 


Pressestimmen

 


 

"Who’s black?" fragen die beiden Frauen nach einer Tanzeinlage in Michael-Jackson

-Manier. Das Publikum lacht. Ob es die Botschaft, versteckt hinter so viel Charme und

Witz, aufnimmt ist ungewiss. "Es ist nicht immer alles Ha-Ha-Ha" – diese Aussage

verstreuen die Schauspielerinnen im Programm wie eine Prise Sand in die Augen.

Doch die kindlich-trotzige Art wie sie das hervorbringen ist erneut zum Lachen. Der

rasche Wechsel von Christine Prayon und Sarah Masuch zwischen Rolle und realer

Person sowie die Unvorhersehbarkeit des gesamten Stücks sorgt zusätzlich für Erheiterung.

Das Publikum dankt es am Ende mit lang anhaltendem Applaus und vergnügten Gesichtern.

Badische Zeitung, 26.01.10

 

Was passiert, wenn zwei hübsche Frauen, beide Mitte 30, begnadete Schauspielerinnen,

unverhofft aufeinandertreffen? Sie gründen ein Duo. So geschehen 2009. Und weil die eine

dunkelhäutig, die andere aber weiß ist, nennen sie sich „Bleckonweit“. Und als Kabarettistinnen

machen sie sich auf die Suche nach den Fettnäpfchen der Republik. Und in die treten sie dann

entschlossen hinein. Unter dem Titel „Bunter Abend für Farbenblinde“ wird es mal schrill, mal

verwirrend, mal hysterisch. Während die (dunkle) Sarah Masuch sich im ersten Teil als

„Schauspielerin mit Tiefgang“ versucht, wird sie ständig von ihrer „weißen Assistentin“ an die Wand

gespielt. Da purzeln die Klischees, Vorurteile, rassistischen Ausfälle. Ironie wird zum Stilmittel,

Satire zur Realität. Und an der arbeiten sich die beiden ab, da fallen auch mal harte Zoten.

Dann eine Weltpremiere - erstes authentisches Casting für den „German Next Kabarett-Star.“

Fulminante Rollenwechsel beider Darstellerinnen mit hoher Fremdsprachen- und Dialektfähigkeit.

Dieter Bohlen grinst aus der Ecke. Der Sinnspruch „Heiße Weiber sind die besten Zeitvertreiber“

oder die Erkenntnis „Kuscheln ist für Männer nur ein anderes Wort für Stand-by“ und die Frage: Ist

der Song „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ etwa schon rassistisch? folgen.  Satire mit diesen beiden

hervorragenden Darstellerinnen kann herrlich bitterböse sein.

Die beiden Polit-Performance-Stripperinnen (nach eigener Aussage) verabschieden sich

nach heftigem Beifall mit dem Satz „denn jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie

ausspricht … habt ihr die Message verstanden?“

Augsburger Allgemeine, 25.01.10

 

 

Der «Bunte Abend für Farbenblinde» ist schrill, zuweilen hysterisch, verwirrend und

– gelungen, denn die Floskeln sind nicht fiktiv und die Vorurteile nicht von gestern.

Im zweiten Teil des Programms watschen die beiden in ihrer Persiflage «Germany’s

Next Kabarett-Star» noch wie beiläufig die Klischeebilder aus dem Privatfernsehen

ab. Respekt fürs Erstlingsprogramm.

Frankfurter Neue Presse, 16.05.09


Zwischen Irritation und Provokation, gut durchdacht und bravourös gespielt, stellte

das Kabarettistinnenduo am Samstagabend im Kloster aktuelle Klischees auf den

Kopf. - Bewusst die stets aktuellen Kisten des Geschlechterkriegs und der so

genannten Migrationskonflikte ausgegraben, gestaltete sich das Programm des

Damenduos mit einem gewaltigen Unterschied zum Proletenhumor a la Mario Barth:

Sie verwischten jegliche Grenzen zwischen Schauspiel und Realität, Erfundenem und

Inspiriertem, gefälligem Humor und bitterböser Satire - und vor allem animierten sie,

über Tabus zu lachen, anstatt sich vergeblich in politischer Korrektheit zu wiegen.[...]

Südwestpresse, 27.04.09


Einem gibt das Frauen-Duo [...] keinen Zentimeter Raum: Dem Klischee. Alles

andere darf sich in ihrem Programm «Bunter Abend für Farbenblinde», mit dem die

zwei Kabarettistinnen aus Stuttgart im Loni-Übler-Haus gastierten, nach Belieben

austoben: Die Wut, der Nonsens, die Albernheit, die Klugheit.

[...] Die besondere Herausforderung liegt darin, weder mit dem erhobenen, politisch

überkorrekten Zeigefinger daherzukommen, noch ungewollt rassistische Zerrbilder

zu verstärken. Und natürlich nicht unfreiwillig slapstickhaft zu wirken, denn diese

Künstlerinnen haben hohe Ansprüche. [...] Die vielen potenziellen Fettnäpfchen

umrunden sie schwungvoll, mit solidem schauspielerischem Handwerk, einem

hervorragenden Text und einer temporeichen Dramaturgie.

Hilfreich ist auch der Verfremdungseffekt, wenn sie, wie es schon Brecht vorschlug,

immer wieder ihre Rollen verlassen und das Geschehen selbst kommentieren. Dass

das Duo nebenbei die immer noch grassierende Casting-Show-Epidemie demontiert,

tut allen TV-geschundenen Seelen gut, parodiert es doch aufs Feinste die

Medienlandschaft. Und vor allem: Keine schalen Sprüche über Schuhkauf,

Trennungen oder Wellness. Eine echter kabarettistische Wohltat für Hirn und Herz.

Nürnberger Nachrichten, 16.03.09


Eine gelungene Parodie auf die Rituale der modernen Medienlandschaft. Szenisch

originell aufbereitet, schauspielerisch-handwerklich überzeugendes tempo- und

variantenreiches Spiel. Ein kluger Umgang mit Klischees und Vorurteilen, wobei

Schwarz und Weiss dicht beieinander liegen.

Laudatio der Jury zum SILBERNEN ROSTOCKER KOGGENZIEHER 2009,

28.02.09


[...] Begleitet von beachtlichem Gesang und groteskem Tanz wird die fiktive

(Selbst-)Findungsgeschichte der Darstellerinnen als großangelegte Sammlung aller

erdenklichen Klischees, Vorurteile, rassistischer Ausfälle und politisch unkorrekter

Einfälle erzählt. Dabei benutzen sie die Ironie als Mittel, um der Wahrheit näher zu

kommen.

Sind die Deutschen wirklich so fremdenfeindlich, intolerant und besserwisserisch,

wenn sie die besten Sonnenplätze mit ihren braunen Badehandtüchern belegen, den

Zeigefinger heben und die Drohung mit „jetzt hör mir mal gut zu, Fräulein“

einleiten? Fürchten sie sich vor allem und jedem?

German Angst grassiert in gleichem Maße vor dunkler Hautfarbe, anderen

Religionen, Terrorismus, Homosexualität, Aids, Hartz IV und Marihuana. [...]

Die Erkenntnis, dass alles ganz anders ist als hier mit voller Absicht verkündet wird,

ist ein Teil des ironischen Sprachspiels, das die beiden Kabarettistinnen bravourös

beherrschen. [...]

Esslinger Zeitung, 05.02.09


Die beiden gelernten Schauspielerinnen kokettieren meist nicht nur mit dem Thema,

sie arbeiten sich daran ab – an einer Unmenge Klischees und Vorurteilen. Das ist im

Einzelnen nicht immer komisch, manchmal bitter, manchmal böse, stets aber

entlarvend und durchweg gut gespielt. [...] Ihre böse Tirade über provinzielles

Kleinkunst-Publikum ist brillant. Clever ist das Duo, keine Frage. So stellt Prayon die

beiden Stühle – benötigte Requisiten für die (wunderschöne) Zugabe – schon kurz

nach der Pause an den Rand der Bühne. Das Publikum im gut besuchten Apex

spendet dankbaren, kräftigen Applaus.

Göttinger Tageblatt, 26.01.09